Ein "Richtiges Afrikabild." Das koloniale Namibia und die frühe Historiographie der DDR

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Christiane Bürger

Abstract

Die Geschichte des kolonialen Namibias und die Erinnerung an den—aus gegenwärtiger Forschungsperspektive—ersten deutschen Völkermord im Jahr 1904 erfahren in der letzten Dekade besonders viel Aufmerksamkeit. Vor allem Kultur- und LiteraturwissenschaftlerInnen setzen sich unter postkolonialen, kulturwissenschaftlichen und erinnerungstheoretischen Perspektiven mit der Verhandlung von Kolonialismus und Völkermord in Romanen auseinander und fragen hierbei nach der Wirkmächtigkeit kolonialer und postkolonialer Diskurse (Albrecht; Brehl; Hermes; Wassink). Fiktionalisierte Geschichten über das koloniale Namibia werden dabei als Ausdruck gesellschaftlicher Vergangenheits- und Wirklichkeitskonstruktionen gelesen, die „an politischen und wissenschaftlichen Diskursen partizipieren“ (Hermes 15). Dabei werden die Entwürfe Schwarzer und Weißer Menschen fokussiert, denn deren Imagination und Konstruktion bestimmen die jeweils kohärent erscheinenden Plot- und Erzählstrukturen der Romane entscheidend und lassen daher auf die Verhandlung von Rassismen schließen.

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